Technik und Studio (1)

(1989 - 1992)

THE ESCAPE begannen Ende der 80er Jahre als Synthie-Wave-Band, dementsprechend bestand das erste Equipment lediglich aus ein paar Synths und etwas Peripheriegeräten. Das erste Demo-Tape wurde 1989 mit folgendem Material aufgenommen:

Korg DS 8 Synthesizer

Roland D 10 Synthesizer

Korg Poly 61 Synthesizer

Roland S 10 Sampler

Yamaha RX 17 Drummachine

Kawai Q 80 Sequencer

Boss ME 5 Effectgerät

Yamaha REX 50 Effektgerät (geliehen)

Tascam Portastudio 246 (geliehen)

Ingo 1989 an seinen Keyboards im Proberaum von THE ESCAPE: oben der Korg Poly 61, darunter der Korg DS8 mit dem Yamaha RX 17 und der Roland S10 Sampler

Das REX 50 wurde als Gesangseffekt eingesetzt, das Gitarreneffektgerät (!) Boss ME 5 war hinter die Drummachine geschaltet, und gab ihr bei einigen Songs mit Kompressor und Distortion noch einen etwas abgefahreneren Sound. Beide Geräte wurden auch live eingesetzt, wobei Ingo mit dem Fuß bei jedem Song die nötigen Gesangs- und Drumeffekte am ME 5 umstellte (über Midi stellte sich dann auch das REX 50 um). Zusätzlich mußte live für jeden Song der Roland S 10 mit vier (!) Diskettenseiten (das Teil lief mit 2,8 Zoll Disks) gefüttert werden, was die Zeiten zwischen den Songs auf etwa 25 Sekunden verlängerte. Der RX 17 wurde live direkt vom Q 80 angesteuert, auch in diesen mußte für jeden Song ein neues Programm geladen werden. Ingo hatte also zwischen zwei Songs jedesmal folgenden Programm abzuarbeiten: 1. Diskette S 10, Q 80 umstellen, Disk S10 umdrehen, Effektgeräte umstellen, 2. Diskette S10  einlegen, Diskette umdrehen, los gings!

Das war natürlich auf die Dauer etwas nervig und auch fehleranfällig. Den Anlaß zur Umstellung gab aber nicht menschliches Versagen, sondern das Konzert mit Neon Judgement in Hildesheim, vor dem die Tastenzuordnung der Drummachine abgestürzt war. Kein Sound war mehr da, wo er hingehörte, es mußte alles in Hektik vor dem Gig umprogrammiert werden. Das veranlasste die Band, vom Einsatz des Live-Sequencers in Zukunft abzusehen, und für Sequencing und Drummachine ein Playback-Tape aufzunehmen.  Inzwischen hatte sich auch am Synth-Equipment etwas getan: der Korg DS 8 war durch einen Kawai K4 ersetzt worden, der S 10 wich einem Korg DSM 1 (auf diesem konnte das Soundset eines ganzen Gigs Platz finden). Dieser wurde über ein Akai MX73 Masterkeyboard gesteuert. schließlich mußte noch der alte Poly 61 einem Alpha Juno 2 von Roland weichen, dieser hatte nämlich Midi, während die Parts des Poly 61 beim Demo-Tape direkt Live eingespielt wurden.

Es folgten noch ein paar Peripheriegeräte, so daß das Equipment von THE ESCAPE im Herbst 1990 folgendermaßen aussah:

Kawai K4 Synthesizer

Roland D10 Synthesizer

Roland Alpha Juno 2 Synthesizer

Masterkeyboard Akai MX 73

Sampler Korg DSM 1

Sampler Yamaha TX 16 W

Yamaha RX 17 Drummachine

2 x Alesis Quadraverb Effektgeräte

Boss ME5 Effektgerät

Fostex 2016 Line-Mixer

Kawai Q 80 Seuencer

Tascam Midistudio 644

Ingos Keyboardständer beim Konzert 1990 in Pula: Oben der Roland Alpha-Juno 2, darunter der Kawai K4 und unten das Akai Masterkeyboard MX 73

Mit diesem Equipment wurde das erste Demo-Tape noch einmal überarbeitet und mit neuen Songs ergänzt. Im November 1990 folgte dann der Umstieg vom Hardware-Sequencer auf einen Atari 1040STE. Der etwas unflexible RX 17 wurde durch eine Roland R5 ersetzt (die R8, damals Referenzdrumcomputer, konnte man sich nicht leisten...). Anfang 1991 kamen erste Gitarren hinzu, als Ingo und Heiko sich je eine Strat-Kopie zulegten. Ingo brutzelte seine Sounds über ein GS 6 von Roland, während Heiko das noble GP16 sein Eigen nennen durfte. Mitte 1991 mußte dann auch schon wieder das Masterkeyboard MX 73 weichen, da Ingo eine Tastatur mit mehr Piano-Feeling haben wollte. Er fand sie im Döpfer LMK3, damals zwar noch ohne Hammermechanik, aber immerhin... Solchermaßen ausgestattet wurden etliche Gigs absolviert, Drummachine und Sequencing kam vom Cassettendeck, Keyboards und Gitarren wurden live gespielt. Ergänzt wurde das Live-Equipment durch E-Drums (Roland Octapad und drei zusätzliche Pads von Dynacord), die von Heiko bei einigen Songs gespielt wurden, um dem Live-Bild mehr Dynamik zu geben. Die Sounds des Octapads (welches über Midi den TX 16 W ansteuerte) ergänzten durch zusätzlichen Druck die Drumsounds vom Tape. Das technische Equipment blieb in dieser Konstellation bis zum Ausstieg von Sänger Thorsten Abel unverändert. 

 

Next

Back

Back to homepage